Am Sonntag wird entschieden, wann und unter welchen Maßnahmen sich Deutschland in den erneuten harten Lockdown begibt. Doch schon jetzt kritisiert der Handel die angedachte Schließung von Geschäften in der Vorweihnachtszeit. Mit einem schnellen Lockdown seien nicht nur 250.000 Arbeitsplätze gefährdet, sondern man verursache zusätzlich noch ein Chaos, weil sich viele Menschen dann noch vor dem Lockdown auf die Schnelle mit Geschenken eindecken werden.
Wie es scheint, wird ausgerechnet zur Weihnachtszeit ein harter Lockdown für ganz Deutschland kommen. Schon jetzt sind die Händler besorgt und entsetzt. Sie fürchten, dass diese Maßnahme nicht nur Hunderttausende Arbeitsplätze kosten könnte, sondern auch das Ende der Innenstädte endgültig besiegelt. Bereits zuvor war das Weihnachtsgeschäft wegen der Pandemie ziemlich schleppend verlaufen. Aus diesem Grund seien bereits jetzt zahlreiche Arbeitsplätze bedroht. Sollte der Lockdown kommen, rechnet der
Handelsverband Deutschland (HDE) mit dem Verlust von bis zu 250.000 Arbeitsplätze im Innenstadt-Handel. "Der Dezember ist unter normalen Umständen der wichtigste Monat im Jahr, in der Pandemie ist er ein Totalausfall“, erklärte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth gegenüber der "Bild am Sonntag“. Und warnt davor, dass von den insgesamt 560.000 Stellen im innenstädtischen Einzelhandel bei einem Lockdown wohl zwischen 150.000 und 250.000 Arbeitsplätze „akut bedroht“ seien.