Die Wahl in den USA ist zwar beendet, doch die Stimmauszählungen gehen weiter. Noch immer gibt es kein eindeutiges Ergebnis der US-Wahl, auch wenn der Demokrat Joe Biden offenbar kurz davor steht, die notwendigen 270 Wahlmännerstimmen für die Präsidentschaft zu erreichen. Da Amtsinhaber Donald Trump aber bereits die Rhetorik verschärft und von "Wahlbetrug" und "verschwundenen Stimmen" spricht, droht während der Auszählung nun weiteres Konfliktpotenzial.
Schon im Vorfeld der Wahl hatte Donald Trump angedeutet, seinen Posten im Weißen Haus nicht kampflos abzugeben. Und so setzt der amtierende Präsident trotz eines klaren Rückstands in der Auszählung nun offensichtlich auf Eskalation. Mit bisher unbewiesenen Behauptungen bei Twitter hat Trump es geschafft einen Teil seiner Anhänger zu mobilisieren. Vor der Wahlbehörde in Arizona haben sich in der Nacht zum Donnerstag bereits bewaffnete Trump-Anhänger in Stellung gebracht. Eine große Gruppe von Trump-Fans soll sogar automatische Waffen bei sich tragen. Dies berichtete eine CNN-Korrespondentin während einer Live-Schaltung. Auf den von CNN gesendeten Fernsehbildern kan man mehrere Dutzend Personen vor der Wahlbehörde im Bezirk Maricopa County sehen, wo die Stimmen der Wahl in Arizona ausgezählt werden.