Man kann es kaum noch begreifen! Drei, scheinbar koordinierte, Terrorangriffe treffen Frankreich bis ins Mark! Nun ruft das Land die höchste Terrorstufe aus - mitten in der Coronakrise!
Ein neuer Messerangriff schockiert Frankreich: Ein mutmaßlicher Islamist hat in der größten Kirche der Mittelmeer-Stadt Nizza am Donnerstag drei Menschen mit einem Messer getötet, wie die Polizei mitteilte. Mindestens einem Opfer wurde demnach die Kehle durchgeschnitten. Der Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi, sagte, der festgenommene mutmaßliche Täter habe mehrfach "Allahu Akbar" gerufen. Die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft zog die Ermittlungen an sich.
"Alle Bürger von Nizza sind schockiert und entsetzt", sagte Bürgermeister Estrosi weiter. Nach seiner Darstellung deutet "alles auf einen Terroranschlag hin". Die Antiterror-Staatsanwaltschaft ermittelt wegen "Mordes und Mordversuchs im Zusammenhang mit einer terroristischen Tat".
Bei dem Angriff in der Basilika Notre-Dame drei Tage vor Allerheiligen wurden nach Angaben aus Polizeikreisen drei Menschen getötet. Eine Frau und ein Mann starben demnach in der Kirche im Zentrum der Stadt. Ein drittes Opfer habe zunächst in eine Bar fliehen können, sei dann aber seinen Verletzungen erlegen. Mindestens einem Opfer wurde laut Polizei die Kehle durchgeschnitten.
Nach Berichten einiger französischer Medien wurde die ermordete Frau geköpft. Darauf deuten auch Äußerungen von Bürgermeister Estrosi hin: Er sagte, der Täter sei ähnlich vorgegangen wie bei der Ermordung des Geschichtslehrers Samuel Paty vor rund zwei Wochen. Der Lehrer war von einem mutmaßlichen Islamisten bei Paris enthauptet worden, nachdem er Mohammed-Karikaturen im Unterricht gezeigt hatte. Estrosi betonte, Frankreich müsse dem "Islamofaschismus" den Kampf ansagen.
Die katholische Kirche in Frankreich zeigte sich entsetzt von der "unsäglichen Tat". Christen dürften nicht "zum symbolischen Schlachtopfer werden", forderte die Bischofskonferenz.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollte nach Angaben seines Büros nach einer Sitzung des Pariser Krisenstabs nach Nizza reisen, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. In einer Reihe muslimischer Länder hatte es in den vergangenen Tagen Drohungen und Boykottaufrufe gegen Frankreich gegeben.