Gute Nachrichten vom Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer. Die beiden cooperierenden Unternehmen wollen nach der aktuellen klinischen Studie ihres Corona-Impfstoffs bereits im Oktober den Antrag auf Marktzulassung stellen. Dies sei möglich geworden, weil die Biontech-Mitarbeiter es geschafft hatten die Studie "in Rekordzeit zu starten", wie Biontech-Vorstandschef Ugur Sahin am Dienstag bei der Veröffentlichung der Zahlen für das II. Quartal bestätigte.
Bereits Ende Juli hatte die beiden Unternehmen eine weltweite Studie mit ihrem möglichen Impfstoff mit um die 30.000 Teilnehmern begonnen. In dieser Phase der klinischen Studie wird die Wirksamkeit geprüft, eine geeignete Dosis bestimmte und ein Register von eventuellen Nebenwirkungen angelegt. Durch die Nachricht über den Fortschritt des Impfstoffes hatte auch der Aktienmarkt positiv reagiert. Heute stellte das Unternehmen zudem seine Quartalsbilanz für das 2. Quartal 2020 vor. Das Pharmaunternehmen verfügt im Augenblick über 573 Millionen Euro an liquiden Mitteln. In den ersten sechs Monate des Jahres 2020 verzeichnet das Unternehmen einen Umsatz von 69,4 Millionen Euro, was eine deutliche Steigerung zu den 51,9 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres ist. Die Kosten für Forschung und Entwicklung belaufen sich im selben Zeitraum auf 160,3 Millionen Euro. Dies bedeutet ebenfalls eine starken Anstieg zu den 110,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dieser enorme Anstieg hängt mit einer stark erhöhten Anzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr zusammen. Der Nettoverlust des Unternehmens beträgt aktuell 141,7 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2019 hatte der Verlust lediglich 90,8 Millionen betragen.