Die nächtliche Landung markiert den Beginn einer breiter angelegten europäischen Militärpräsenz. Weitere Truppen aus mehreren Nato-Staaten, darunter Frankreich, die Niederlande und Großbritannien, sind unterwegs. Der Einsatz läuft unter europäischer Führung und bewusst außerhalb der Nato-Kommandostrukturen in den USA – ein politisches Signal an Washington.
Aus Sicht der USA ist Grönland von enormer strategischer Bedeutung. Die Insel gilt als Schlüsselregion für Raketenabwehr, Arktis-Sicherheit und den Zugang zu Rohstoffen. Trump hatte wiederholt erklärt, ein Grönland außerhalb amerikanischer Kontrolle sei für ihn „inakzeptabel“. Grönlands Regierung wies diese Pläne jedoch klar zurück.
Arbeitsgruppe als letzter Ausweg
Als einziges Ergebnis des Gipfels wurde die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe vereinbart, die nach Kompromissen suchen soll. Ob dies die Spannungen entschärfen kann, ist offen. Klar ist jedoch: Der Machtkampf um Grönland hat eine neue Eskalationsstufe erreicht – politisch wie militärisch.