Mal gilt alles als harmonisch, kurze Zeit später als problematisch. Für Lisa ist das inzwischen nebensächlich geworden. Mit ironischer Distanz sagt sie: „Dann bin ich eben die dumme Spielerfrau, die eigentlich nur Nägel lackieren kann.“
Nicht nur als Ehefrau eines Fußballstars sieht sich Lisa Müller mit Klischees konfrontiert. Auch ihr politisches Interesse sorgt für Diskussionen. Zuletzt absolvierte sie ein Praktikum bei Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) und ist inzwischen Parteimitglied. Dabei betont sie klar: „Ich mache überhaupt noch keine Politik, ich mache Praktika.“ Trotzdem würden ihr regelmäßig Meinungen unterstellt, die sie nie geäußert habe – eine Entwicklung, die sie kritisch sieht.
Auch sportlich wird Lisa Müller immer wieder zur Projektionsfläche, etwa beim Thema Olympische Spiele. Ja, der Traum sei da – wie bei fast allen Leistungssportlern. Doch aktuell stehe dieses Ziel nicht im Mittelpunkt. Über ihren Mann spricht Lisa mit sichtbarer Anerkennung. Obwohl Thomas nicht aus der Pferdeszene stammt, habe er sich intensiv mit der Materie beschäftigt. „Er hat enorm viel gelernt.“
Sein sportliches Auge helfe ihm besonders bei der Pferdezucht. Bewegungsqualität, aktives Hinterbein, richtige Hengstauswahl – Thomas Müller bringe genau dort Verständnis mit, wo es zählt.