Seit gestern ist die Diskussion um die Maskenpflicht in Deutschland neu entbrannt. Gesundheitsminister Spahn warnt vor Abschaffung von Maskenpflicht in Geschäften
Angesichts der Pläne von Mecklenburg-Vorpommern zur Abschaffung der Maskenpflicht in Geschäften hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Vorsicht gemahnt. Er verstehe zwar "die Ungeduld und den Wunsch nach Normalität", schrieb Spahn am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Doch sei das Coronavirus "noch da".
Wo in geschlossenen Räumen der nötige Abstand nicht immer gesichert sei, bleibe deshalb die Alltagsmaske geboten, betonte der Bundesgesundheitsminister. Die Landesregierung in Schwerin hatte zuvor angekündigt, die Maskenpflicht im Einzelhandel abschaffen zu wollen. Wenn das Infektionsgeschehen in seinem Bundesland so gering bleibe wie derzeit, sehe er keinen Grund für diese Auflage, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) der "Welt am Sonntag" ("WamS").
Er könne "die Ungeduld des Handels sehr gut nachvollziehen, die Maskenpflicht abzuschaffen", sagte Glawe. Die Abstandsregel zum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus werde in Mecklenburg-Vorpommern aber grundsätzlich fortbestehen.