Wichtig ist, sich auch stets vor Augen zu führen, wie hoch ist mein Einkommen und wie hoch sind meine Ausgaben. Nur so kann man dann auch gezielte Investitionen tätigen, etwa Vermögen über Veranlagungen aufbauen, oder ohne Gewissensbisse Geld in sein Hobby stecken. Beispielsweise in Schallplatten. Man kann aber auch leichter Reisen buchen, wenn man weiß, wie viel Geld zur Verfügung steht. Auch beim Thema Glücksspiel ist es wichtig, dass man sein freies Kapital kennt. Heute kann man schon jederzeit über mobile Endgeräte eine Runde Blackjack spielen - dafür muss man gar kein Konto eröffnen. Die Überprüfung der Daten passiert bei vielen Online Casinos bereits im Hintergrund. Jedoch funktioniert das nur über Plattformen, die eine internationale Lizenz bzw. keine deutsche Lizenz haben.
Wohnen als Vermögensfrage
Ein zentrales Ergebnis des Berichts betrifft vor allem die Wohnsituation. Sie bleibt einer der wichtigsten Faktoren, wenn es um die finanzielle Sicherheit geht. Wer eine eigene Immobilie besitzt, der verfügt im Schnitt über ein deutlich höheres Vermögen als Mieter. Haushalte, die eine schuldenfreie Immobilie besitzen, kommen durchschnittlich auf ein Nettovermögen von fast 700.000 Euro. Ist die Immobilie noch mit einer Hypothek belastet, so beträgt der Wert immer noch rund 530.000 Euro. Dagegen haben Mieter im Durchschnitt weniger als 100.000 Euro.
Ein Unterschied, der laut den Autoren des Berichts mehrere Ursachen hat: Eigentümer sind im Durchschnitt älter, verdienen in der Regel besser und leben häufiger in größeren Haushalten. Der Besitz einer Immobilie sei daher sowohl Folge als auch Verstärker wirtschaftlicher Stabilität. Wer sich zudem Wohneigentum leisten könne, der profitiere langfristig doppelt - einerseits durch mietfreies Wohnen, andererseits durch den stetigen Wertzuwachs des Objekts.
Sieht man sich die Regionalität an, so bleibt der Gegensatz zwischen Ost und West auch nach 35 Jahren Mauerfall bestehen: Ostdeutsche Haushalte verfügen im Durchschnitt über ein Nettovermögen von rund 170.000 Euro, während im Westen etwa 365.000 Euro erreicht werden. Jedoch haben die Forscher betont, dass sich die Lücke im Laufe der letzten drei Jahrzehnte deutlich verkleinert hat.
Bildung, Beruf und Familie als Schutz vor Armut
Neben Eigentum und Beruf spielt aber auch die soziale Struktur eine zentrale Rolle bei der Vermögensbildung. Menschen, die ein hohes Bildungsniveau haben und eine stabile Erwerbsbiografie vorweisen können, sind seltener von Armut bedroht. Haushalte, in denen beide Elternteile in Vollzeit arbeiten, verfügen demnach auch über eine der niedrigsten Armutsrisiken.
Des Weiteren zeigt der Bericht aber auch auf, dass die Mehrheit der Senioren in Deutschland finanziell vergleichsweise gut abgesichert ist. Wer eine eigene Wohnung besitzt oder über eine zusätzliche Altersvorsorge verfügt, der ist nur selten auf die Unterstützung vom Staat angewiesen. Die Altersarmut betrifft vorwiegend Frauen und am Ende auch nach wie vor jene, die während ihres Erwerbslebens in prekären oder schlecht bezahlten Beschäftigungen gearbeitet haben.
Die Bundesregierung sieht in den Ergebnissen des Berichts sowohl Bestätigung als auch Handlungsaufträge. Während nämlich der wachsende Wohlstand ein natürlich positives Signal sei, müsse stärker darauf geachtet werden, dass soziale Aufstiegschancen verbessert und Vermögensbildung für alle Bevölkerungsschichten erleichtert werde.