Tabu-Thema Angststörung: Warum so viele Betroffene schweigen

Seite 1 / 2

Tabu-Thema Angststörung: Warum so viele Betroffene schweigen

News (1 / 1) 03.06.2025 12:49 / Tim


Herzrasen, Schwindel, das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen – und das ohne sichtbaren Auslöser. Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Angststörung. Unter ihnen auch viele Prominente. Doch nur ein Bruchteil davon sucht sich aktiv Hilfe.

Scham, Unverständnis im Umfeld und fehlendes Wissen über die Therapiemöglichkeiten verhindern häufig den ersten Schritt in Richtung Besserung. Dabei sind Angststörungen generell gut behandelbar – sofern sie frühzeitig erkannt und ernst genommen werden.

Hinter der glücklichen Fassade: Die stille Volkskrankheit

Angst gehört zum Leben dazu. Sie schützt uns vor Gefahren und hilft, in Stresssituationen wachsam zu bleiben. Doch wenn sich Ängste verselbstständigen, dazu führen, dass alltägliche Situationen gemieden werden oder Panikattacken aus dem Nichts auftreten, wird aus dem eigentlichen Schutzmechanismus eine große Belastung.

Die Betroffenen ziehen sich zurück, verlieren ihre sozialen Kontakte oder sind irgendwann nicht mehr arbeitsfähig. Die Erkrankung bleibt daher oft unerkannt. Sie findet im Verborgenen statt.

Eine Angststörung ist nicht mit einfacher Nervosität gleichzusetzen. Sie kann sich außerdem in ganz verschiedenen Formen äußern – etwa als generalisierte Angststörung, soziale Phobie oder Panikstörung. Die Symptome sind dabei nicht nur psychischer, sondern häufig auch körperlicher Natur. Atemnot, Zittern, ein unangenehmer Druck im Brustkorb oder Magenprobleme zählen zu den häufigsten Begleiterscheinungen.

Neue Wege in der Behandlung

Eine medikamentöse Therapie, Verhaltenstherapie und achtsamkeitsbasierte Methoden gelten als bewährte Ansätze in der Behandlung. Doch nicht jeder Mensch spricht gleich gut auf die klassischen Medikamente an, insbesondere weil viele von ihnen starke Nebenwirkungen mit sich bringen oder nicht zur gewünschten Linderung führen.

In den letzten Jahren rückt daher ein alternativer Therapieansatz stärker in den Fokus: medizinisches Cannabis. Unter bestimmten Voraussetzungen kann es eingesetzt werden, wenn andere Methoden nicht ausreichend helfen.