Während der aktuellen Krise rund um das Coronavirus hat die Bundesregierung hunderttausende im Ausland gestrandetete Deutsche in die Heimat zurückgeholt. Diese einmalige Aktion soll sich jedoch in Zukunft nicht noch einmal wiederholen. Deshalb kündigt Außenminister Heiko Maas (SPD) jetzt an, im Verlauf der Sommers keine deutschen Touristen mehr aus dem Ausland zurückholen zu wollen. Im Klartext bedeutet dies: Wer im Sommer in den Auslandsurlaub fährt, tut dies auf eigenes Risiko.
Noch sind die meisten Grenzen innerhalb von Europa dicht. Doch schon einige Tage vor der erneuten Öffnung hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) das weitere Vorgehen der Bundesregierung in diesem Sommer klargemacht. Der deutsche Staat werde keine corona-infizierten Urlauber nach Deutschland zurückbringen. "Wer sich im Urlaub infiziert, kann jedenfalls nicht davon ausgehen, dass wir ihn nach Deutschland zurückbringen. Natürlich stehen in akuten Notfällen unsere Auslandsvertretungen immer bereit, konsularisch zu unterstützen. Aber: Die Bundesregierung wird im Sommer nicht noch einmal Flieger schicken können, um deutsche Urlauber heimzuholen", sagte Maas gegenüber der "Bild am Sonntag". Damit macht der Außenminister deutlich, dass deutsche Bundesbürger, die sich trotz der aktuellen Umstände zu einem Urlaub im Ausland entschliessen, auch das gesundheitliche Risiko dafür tragen müssen.