"Tatort: Der letzte Schrey": So wird der neue Krimi aus Weimar

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"Tatort: Der letzte Schrey": So wird der neue Krimi aus Weimar

Stars (2 / 1) 29.05.2021 23:33 / Torben Symbolbild MDR/Steffen Junghans


Für Fans von Christian Ulmen und Nora Tschirner ist der neue Krimi aus Weimar absolut sehenswert. Die humorvollen Dialoge und der gewohnte Wortwitz der beiden Ermittler Dorn und Lessing kommen auch in diesem "Tatort" definitiv nicht zu kurz. Die verrückten Figuren und abstrusen Szenen sorgen für zahlreiche Lacher. Sätze wie: "Sie sah aus wie ein Dalmatiner ohne Punkte", können auch nur in einem Lessing-Dorn-Krimi vorkommen.

Verantwortlich für das Humorfeuerwerk ist wie immer Murmel Clausen (46), der bisher jedes Drehbuch für die Weimar-Krimis geschrieben hat. Dass Clausen auch die Drehbücher für Ulmens Erfolgsserie "jerks." mitverfasst hat, wird spätestens nach diesem "Tatort" klar. Nicht nur in Sachen Humor gibt es Ähnlichkeiten, auch die Hintergrundmusik erinnert in manchen Szenen stark an die Titelmelodie der Comedyserie. Und das passt, denn im Kern ist "Der letzte Schrey" mehr eine Komödie als ein Krimi im klassischen Sinne. Verbrechergenies und einen Adrenalinkick sucht man hier vergebens.

Darüber hinaus hat dieser "Tatort" aber auch ernste Seiten zu bieten. So spielen die schwierigen Familienverhältnisse im Hause Schrey eine große Rolle. Der ungeliebte Sohn Maik, der großartig von Julius Nitschkoff verkörpert wird, bringt ein wenig emotionale Tiefe in das Ganze. Ein Highlight ist auch das Ende, das mit einer überraschenden Wendung und einer ordentlichen Portion Drama, Würze in den klamaukigen Film bringt. Während echte Hardcore-Krimi-Fans bei diesem "Tatort" eher an der falschen Adresse sind, dürften alle Fans von Lessing und Dorn am Montagabend mit einem Lächeln ins Bett gehen.