Angst auf Mallorca - Angriff auf Touristen! Einheimische immer extremer!

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Angst auf Mallorca - Angriff auf Touristen! Einheimische immer extremer!

News (1 / 1) 28.07.2024 19:10 / Silia Symbolbild imago


Alarm auf Mallorca! Die Wirtschaft in den spanischen Urlaubsregionen hängt stark vom Tourismus ab. Gleichzeitig sind die Einheimischen verärgert über den knappen Wohnraum und die steigenden Lebenshaltungskosten, während ihre Gehälter vergleichsweise niedrig bleiben. Am Abend werden auf Mallorca erneut Tausende von ihnen protestieren - aber das ist nicht alles. Hier die Hintergründe:

Demonstrationen gegen Massentourismus in Spanien

Auf einem Plakat zur Großdemonstration gegen den Massentourismus auf Mallorca sind Ferienflieger, Privatjets, Kreuzfahrtschiffe und Luxusjachten abgebildet, die die kleine Insel wie ein Schwarm Fliegen umkreisen. "Ändern wir den Kurs" (Canviem el rumb) steht über der Fotomontage für die am Sonntagabend in Palma angekündigte Kundgebung. Ziel ist es, dem "Tourismus Grenzen zu setzen", steht etwas kleiner auf dem Plakat. Das ist leichter gesagt als getan. Auf den Balearen, deren Hauptinsel Mallorca ist, leben knapp 1,2 Millionen Einheimische. Im vergangenen Jahr wurden sie von 18 Millionen Urlaubern besucht, davon 4,6 Millionen aus Deutschland und 3,4 Millionen aus Großbritannien. Immer mehr Einheimische empfinden dies als Belästigung. Zu der Kundgebung hat die Gruppe "Weniger Tourismus, mehr Leben" aufgerufen. Nach Angaben von Marga Ramis, einer der Anführerinnen der Bewegung, haben sich 100 Vereine und Organisationen angeschlossen, wie die "Mallorca Zeitung" berichtete. Vor acht Wochen hatten bereits bis zu 25.000 Menschen in Palma unter dem Motto "Sagen wir Basta!" und "Mallorca steht nicht zum Verkauf!" demonstriert.

Proteste auch in Málaga und Barcelona

Auch in anderen spanischen Touristenstädten wie Barcelona und Málaga sowie auf den Kanaren wächst der Unmut. Dieses Mal wollen die Demonstranten den Touristen noch näher kommen, um sicherzustellen, dass ihre Botschaft ankommt. Der Zug soll durch die engen Gassen der Altstadt von Palma führen, wo viele Touristen unterwegs sind. Für Mallorca ist der Tourismus lebenswichtig. Die Branche trägt 45 Prozent zur Wirtschaftsleistung der Insel bei und brachte rund 20 Milliarden Euro in die Kassen der Insel. Doch die Demonstranten klagen, dass nur eine Minderheit profitiere, während die Mehrheit der Jobs in der Tourismusbranche niedrige Gehälter biete, die nicht ausreichten, um die immer teureren Wohnungen zu bezahlen. Zudem belasten Staus, Lärm und Schmutz die Nerven der Insulaner, die sich in ihrer Heimat angesichts der vielen Fremden selbst fremd fühlen.

Jobs in der Tourismusbranche sind schlecht bezahlt