Baerbocks Rache an Habeck! Machtkampf bei den Grünen - Baerbocks mit raffiniertem Schachzug!

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Baerbocks Rache an Habeck! Machtkampf bei den Grünen - Baerbocks mit raffiniertem Schachzug!

News (2 / 1) 28.07.2024 12:54 / Frank


Ein weiterer Höhepunkt in ihrem Rivalitätsverhältnis war die interne Abstimmung im April 2021, bei der es um die Kanzlerkandidatur für die Bundestagswahl ging. Baerbock trat damals gegen Habeck an und zwang ihn, ihr den Vorrang zu lassen – eine Entscheidung, die durch die feministische Ausrichtung ihrer Partei nahezu unumgänglich war. Habeck musste diese bittere Pille schlucken und sprach später über den "bittersüßen" Tag von Baerbocks Nominierung.

Baerbocks strategischer Schachzug

Nun, im Juli 2024, hat Baerbock einmal mehr bewiesen, dass sie die Kontrolle behält. Ihr Verzicht auf die erneute Kandidatur ist ein Zeichen ihrer strategischen Überlegenheit. Insbesondere nachdem Habeck in den vergangenen Monaten immer wieder Andeutungen gemacht hatte und beinahe öffentlich eine Kandidatur Baerbocks einforderte. Baerbock hielt sich bedeckt, bis sie schließlich in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" durchblicken ließ, dass "alles" möglich sei – einschließlich ihrer erneuten Kanzlerkandidatur.

Die voreilige Festlegung auf einen Kanzlerkandidaten birgt für Habeck jedoch Risiken, insbesondere aufgrund des Umfragetiefs der Grünen. Die Partei steht vor schwierigen Herausforderungen, nicht zuletzt wegen der bevorstehenden schwierigen Landtagswahlen im Osten im September. Es ist vorsichtig ausgedrückt: keine guten Ausgangsbedingungen für einen Kanzlerkandidaten Habeck, der nun mit den Konsequenzen von Baerbocks taktischem Rückzug umgehen muss.