Möhring: Ungeachtet dessen, was ich davon halte oder wie ich das empfinde: Ich passe mich den Empfehlungen uneingeschränkt an und hoffe damit meinen Anteil an einer Besserung zu haben.
Was bedeutet die aktuelle Situation für Ihr Berufsleben?Möhring: Derzeit ruht nahezu alles und jeder. Wir hatten einen Drehabbruch und hoffen, gegen Ende Mai damit weiter zu machen. Andere Projekte werden vermutlich nicht realisiert oder deutlich später. All die Logistik und vermeintliche wirtschaftliche Sicherheit sind über den Haufen geworfen worden. Die staatlichen Hilfen kommen, wenn überhaupt, nur für einen kleinen Teil infrage. Es fordert von uns wirklich enorm viel ab.
Was halten Sie von der Diskussion um Fußballspiele/Bundesligastart etc.?Möhring: In Krisenzeiten ist Entertainment sicherlich hilfreich und sorgt für eine kurze Ablenkung von den Sorgen und Nöten. Und Fußball gehört nun einmal uneingeschränkt dazu. Die Größe und Wichtigkeit allerdings, die das Thema in der gesellschaftlichen Diskussion hatte, hat mich dann doch schon fast irritiert. Nichtsdestotrotz: Als Fußballfan freue ich mich natürlich, dass der Ball wieder rollt. Wenn auch bei Geisterspielen, ich bin dabei.
Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn die Corona-Ausnahmesituation wieder vorbei ist?Möhring: Auf Freunde, soziale Kontakte, Umarmungen und die ganze Leichtigkeit des Seins. Auf Normalität. Und verdammt noch mal: auf die Arbeit.
Was werden Sie vielleicht dennoch beibehalten?Möhring: Hände waschen kann Leben retten! Und wenn es beibehalten werden könnte, dass mir in Zukunft niemand mehr mit dem Einkaufswagen in die Hacken fährt, so hätte ich auch nichts dagegen.