Abbas Galjamow, der frühere Redenschreiber von Wladimir Putin, vermittelt ein uns von zunehmender Unruhe innerhalb Russlands. Angesichts der steigenden Antikriegsstimmung sieht er den Kreml-Chef einem potentiellen Putsch ausgesetzt. Die Protestwelle, die nach dem Tod des Oppositionellen Alexej Nawalny entstand verdeutlicht, Putins Kriegsführung in der Ukraine und seine diktatorische Regierungsführung bringen das Volk mehr und mehr gegen ihn auf - sogar ein Putsch scheint möglich!
Ein ehemaliger Vertrauter des russischen Führungskopfes glaubt, dass Putin sich vor einem weiteren Umsturzversuch in Acht nehmen muss. In einem Interview mit "Daily Express US" äußerte Abbas Galjamow die Ansicht, dass ein Sturz Putins bevorstehen könnte, sollte sich die Lage im Konflikt mit der Ukraine nicht kurzfristig zum Vorteil Russlands wenden. An der Front verzeichnen die russischen Streitkräfte seit Monaten kaum Fortschritte; im Gegenteil wird von wiederholten Rückschlägen berichtet. Diese Misserfolge könnten, laut Galjamow, zu einer gesteigerten Kriegsmüdigkeit führen, die in einer Revolte münden könnte. "Wir stehen an einem Punkt, der an die Zeit zwischen 1914 und 1917 erinnert, wir bewegen uns auf eine Revolution zu. Wenn man die Lage in der Ukraine betrachtet, sollte man nicht vergessen, dass nicht immer die Frontlinie über den Kriegsausgang entscheidet. Russland hat sich aus dem Ersten Weltkrieg zurückgezogen, weil im eigenen Land eine Revolution stattfand. Ich sage nicht, dass morgen eine Revolution ausbricht, aber darauf steuern wir zu. Wenn der Krieg so weitergeht, könnte er in einer Art Volksaufstand oder Putsch enden", prophezeit Galjamow.