Nach einer kurzen Ehe mit dem Saxofonisten George Weidler trat Doris Day 1951 erneut vor den Traualtar. Später verriet sie, dass diese Partnerschaft mit ihrem Manager Martin Melcher nur ein reines Zweckbündnis war. Vor allem Melcher profitierte, wie sich herausstellte, von der Ehe. Bevor er 1968 starb, soll er ihr gesamtes Vermögen von mehr als 20 Millionen US-Dollar durch dubiose Geschäfte verjubelt haben.
Doch Doris Day entwickelte sich währenddessen zu einem wahren Garant klingelnder Kinokassen. An der Seite von Rock Hudson erlebte sie 1959 in der Komödie "Bettgeflüster" ihren endgültigen Durchbruch, sie wurde sogar für einen Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert. Es folgten die gemeinsamen Filme "Ein Pyjama für zwei" (1961) und "Schick mir keine Blumen" (1964).
Sie wird die "Sauberfrau" nicht mehr losMit den Jahren konnte das Image der "Sauberfrau" nicht mehr überzeugen. Romantische Komödien à la Doris Day waren nicht mehr zeitgemäß und ihr Schauspiel wurde zunehmend als unglaubwürdig kritisiert. So blieben die Rollenangebote für die "älteste Jungfrau der Welt" aus. Dabei hätte Doris Day den Imagewechsel durchaus schaffen können. Doch als man ihr die Rolle der "Mrs. Robinson" in "Die Reifeprüfung" (1967) anbot, lehnte sie ab.
Mitte der 70er-Jahre heiratete Day erneut. Doch auch Ehe Nummer vier mit Barry Comden hielt lediglich fünf Jahre und wurde 1982 geschieden. Day gründete unterdessen die gemeinnützige Doris Day Animal Foundation, die bis heute aktiv ist und sich vor allem für Hunde und Katzen einsetzt. Zu ihrem 90. Geburtstag trennte sich Day zum Wohle der Tiere gegen eine Spende sogar von Erinnerungsstücken an ihre erfolgreiche Hollywood-Karriere. Was am Ende bleibt sind Filme, die vielleicht nicht mehr zeitgemäß, aber doch von einer Wärme und Leichtigkeit sind, die unsere heutige Filmkultur allzu oft vermissen lässt.