Die Tränen der Außenministerin
Während Reifs Rede konnte man die emotionale Wirkung seiner Worte auf die Anwesenden beobachten. Unter den Zuhörenden befand sich auch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock, die sichtlich bewegt war. Als Marcel Reif von den Ereignissen sprach, die nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel in Deutschland stattfanden, und seine Hoffnung auf die "großen Demonstrationen der Aufrechten" ausdrückte, konnte auch Baerbock ihre Rührung nicht verbergen. Tränen zeichneten sich in ihren Augen ab – ein seltener Anblick im sonst so streitbaren Parlament.
Marcel Reif nutzte die Gelegenheit, um seinem verstorbenen Vater für die liebevolle Erziehung zu danken, die ihm in Deutschland zuteilwurde. Er sprach von der späten Annahme seiner Familiengeschichte, die erst nach Gesprächen mit seiner Mutter real wurde. Reif betonte die Bedeutung eines einfachen Satzes, den sein Vater ihm immer wieder sagte, und der für ihn zu einem Lebensmotto wurde: "Sei a Mensch – sei ein Mensch." Diese Worte wollte er im Bundestag zurücklassen, als Vermächtnis und als Botschaft.