Die geplanten Sprengköpfe können mit Kampfflugzeugen vom Typ F-35 eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um ein Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeug. In Lakenheath sollen zwei Staffeln der Kampfflieger gemeinsam mit dem 48. Jagdgeschwader stationiert werden. Die groben Pläne wurden bereits im letzten Jahr erörtert, als die US-Regierung ein 50-Millionen-US-Dollar teures Wohnprojekt für den Militärstandort in Großbritannien genehmigte. Bereits damals reagierte Russland höchst ungehalten. Maria Sacharowa, eine Sprecherin des Außenministeriums in Moskau, kündigte umgehend "Gegenmaßnahmen“ an. Russland würde einen solchen Schritt als "Eskalation“ betrachten, stellte Sacharowa klar. Ein derartiges Vorgehen würde dem Ziel einer nuklearen Abrüstung in Europa völlig zuwiderlaufen, mahnte die Diplomatin aus Moskau.
Auf Presseanfragen hin verweigerte das US-Pentagon nähere Auskünfte zu den Aufrüstungsplänen in Großbritannien. Es wurde lediglich mitgeteilt, dass die USA ihre militärischen Einrichtungen in verbündeten Ländern regelmäßig modernisieren. Die US-Politik äußere sich grundsätzlich nicht zu "Vorhandensein oder Fehlen von Atomwaffen an einem allgemeinen oder spezifischen Ort". Die genannten Dokumente sollten weder prädiktiv sein noch bestimmte Haltungs- oder Basisdetails offenlegen, so das Pentagon. Bis heute verfügen die USA über mehrere nukleare Stützpunkte in Europa, darunter in Deutschland, Belgien, Italien, den Niederlanden und in der Türkei, die Teil des NATO-Abkommens zur nuklearen Teilhabe sind.