Wer an dem neuen Fernseher auch zocken möchte, der sollte auf die Reaktionszeit eines Gerätes achten. Ist diese nicht schnell genug, kann es unter anderem passieren, dass kurzzeitig Bilder - Geisterbilder oder "Ghosting"-Effekt genannt - zurückbleiben, die den Spaß natürlich deutlich trüben. Außerdem sollte Input-Lag, der beispielsweise durch Bildeffekte entstehen kann, die bei einem Fernseher zugeschaltet sind, möglichst vermieden werden. Je höher dieser ist, desto später werden Kommandos auf dem Bildschirm umgesetzt, die man per Controller der Spielfigur erteilt. Viele moderne Geräte bieten deshalb einen Bildmodus, der speziell auf Gaming ausgelegt ist.
Zudem ist es wichtig, dass ein Gerät genügend Anschlüsse zu bieten hat. Konsolen, Blu-ray-Player und Co. werden für gewöhnlich per HDMI-Kabel an den Fernseher angeschlossen. Hat dieser zu wenige Buchsen, muss bei jedem Gebrauch eines Zusatzgerätes umgestöpselt werden - was auf Dauer ganz schön nervig werden kann. Eine Unterstützung von Apps ist unterdessen zwar praktisch, aber nicht unbedingt notwendig. Natürlich ist es komfortabel, wenn man direkt mit dem TV auf Netflix zugreifen kann, es gibt aber auch zahlreiche nur auf Streaming ausgelegte Sticks und Boxen, die verhältnismäßig billig und einfach nachgerüstet werden können - darunter der Chromecast von Google, Apple TV und die Fire-TV-Modelle von Amazon.
Was kostet der Spaß?Von wenigen hundert bis hin zu mehreren tausend Euro können Verbraucher für nur einen neuen Fernseher hinblättern. In der Regel gilt: Je größer ein Fernseher, desto höher der Anschaffungspreis. Gerade wenn es nicht das allerneueste Modell sein muss, lassen sich aber teils hohe Beträge sparen. Verbraucher sollten sich überlegen, ob sie denn jede gebotene Funktion benötigen - oder darauf verzichten können und vielleicht zu einem alternativen, billigeren Gerät greifen können.
Auch auf die Qualität sollte geachtet werden. Lieber fällt der Fernseher ein bisschen kleiner aus, dafür ärgert man sich im Nachhinein nicht über eine schlechte Bildqualität oder dergleichen. Außerdem bietet es sich an, den TV im lokalen Einzelhandel zu kaufen. Zum einen nimmt jeder Mensch Farben anders wahr, weswegen es immer eine gute Idee ist, einen Fernseher vor dem Kauf in Betrieb gesehen zu haben. Zum anderen hat der Einzelhandel während der Corona-Krise mächtig zu kämpfen. Vielleicht macht es da dem einen oder anderen Kunden nichts aus, auch ein paar Euro mehr zu zahlen.
Übrigens: Für das richtige Kinofeeling ist auch der passende Sound zuständig. Durch die dünne Bauweise moderner TVs haben diese allerdings meistens keinen allzu bombastischen Klang zu bieten. Bei der Anschaffung eines neuen Gerätes sollte daher auch eine Soundbar oder dergleichen mit einkalkuliert werden.