Während die Ampel-Koalition zunehmend an Zustimmung verliert, zeichnet sich in aktuellen Umfragen überraschenderweise der SPD-Politiker Boris Pistorius als derzeit beliebtester Politiker Deutschlands ab. Sowohl innerhalb als auch außerhalb seiner Partei übertrifft der Verteidigungsminister seine Kollegen. Viele Bürger äußern den Wunsch, ihn anstelle von Olaf Scholz im Kanzleramt zu sehen. Doch wie steht Pistorius selbst zu einem möglichen Wechsel?
In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung äußerte sich Pistorius zu seiner besseren Bewertung durch die Bürger im Vergleich zum aktuellen Bundeskanzler. Dabei betonte er, dass er mit Olaf Scholz selbst nicht über diese Entwicklung gesprochen habe, und auch im Kabinett sei der Umfragetrend kein Thema. Pistorius zeigt sich überwältigt von der positiven Resonanz der Bürger: "Wenn Sie mir am 20. Januar letzten Jahres die Frage gestellt hätten, an meinem zweiten Arbeitstag, ob ich mir vorstellen könnte, mal der beliebteste Politiker über mehrere Monate zu sein, hätte ich Sie wahrscheinlich für verrückt erklärt." Offenbar schätzen einige Menschen, wie er seine Arbeit verrichtet, und er verspricht, dies fortzusetzen. Zum kritisierten Image der Ampel-Koalition räumt Pistorius ein, dass das Erscheinungsbild bezüglich der Umgangskultur miteinander in den letzten zwei Jahren verbessert hätte sein sollen.