Frankfurt (Hessen) – Ein spätes Tor, aufgeheizte Gemüter, eine Rudelbildung – und schließlich ein Faustschlag, der dem 15-jährigen Fußballspieler Paul P. aus Berlin das Leben gekostet haben soll - hier die schreckliche Story:
Am Donnerstag beginnt am Landgericht Frankfurt der Prozess gegen einen 17-jährigen Fußballspieler aus Frankreich. Der Marokkaner spielt seit September 2022 bei der Fußballakademie FC Metz. Allerdings sitzt er seit dem letzten Jahr wegen Körperverletzung und Körperverletzung mit Todesfolge in der JVA Rockenberg. Der Jugendliche (zum Tatzeitpunkt 16 Jahre alt) soll Paul P. so stark geschlagen haben, dass der Berliner drei Tage später für hirntot erklärt wurde. Der Strafverteidiger Dr. Seyed Sharam Iranbomy vertritt den mutmaßlichen Täter: "Es handelt sich um ein tragisches Unglück. Wir haben großes Mitgefühl für die Familie des Verstorbenen.“ Aufgrund des jungen Alters des Angeklagten wird der Prozess unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Die Anklageschrift umfasst 34 Seiten, 36 Zeugen und 5 Sachverständige sollen geladen werden.