Die Spannungen in der Ampelregierung nehmen trotz sämtlicher Beteuerungen auf eine bessere Zusammenarbeit weiter zu. Wirtschaftsminister Robert Habeck (54, Grüne) startet nun einen Angriff auf Finanzminister Christian Lindner (45, FDP), ohne dabei seinen Namen zu nennen. Vizekanzler Habeck kritisiert den Politikstil von Lindner und zeigt klare Unzufriedenheit, sollte sich dessen Positionen nicht ändern - und unterstreicht dies mit direkten Drohungen!
In einem Interview mit dem Handelsblatt diskutiert Habeck unter anderem das schwache Wirtschaftswachstum in Deutschland (Prognose für 2024: 0,6 Prozent) und die dringend benötigten 50 Gaskraftwerke. Das Problem liegt jedoch darin, dass bisher keine Finanzierung für diese Investitionen festgelegt wurde. Habeck schlägt vor, dass der Staat einen Teil der Kraftwerksinvestitionen übernehmen und sich auch an den Betriebskosten beteiligen sollte, um diese Investition zu bewältigen. Auf die Frage, ob dies eine direkte Botschaft an Christian Lindner sei, die Schuldenbremse zu lockern und Milliarden für die Kraftwerke bereitzustellen, äußert sich Habeck unverblümt: "Es würde für mich und viele andere Politiker einfacher sein, wenn wir nur noch politische Entscheidungen treffen würden, die uns für den nächsten Tag nützen, nicht für die nächsten zehn Jahre.“