In Teilen Deutschlands ist es bereits schneeweiß und eiskalt, doch es wird noch intensiver: Tiefdruckgebiet Gertrud bewegt sich am Mittwochmorgen nach Deutschland und bringt milde Luftmassen aus dem Südwesten mit sich, die auf die kalte Polarluft aus dem Norden treffen. Über Deutschland bildet sich dann genau diese Wettergrenze. Meteorologen warnen deshalb - Deutschland droht ein Blizzard!
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert anhaltende starke Schneefälle und warnt vor teilweise extremen Glättebedingungen auf Straßen und Wegen. Diplom-Meteorologe Dominik Jung von Wetter.net erklärt gegenüber BILD: "Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee sind regional möglich, und das selbst in tiefen Lagen. Der massive Schneefall und Eisregen können Äste abbrechen und Bäume umstürzen lassen. Eisregen kann sich an Oberleitungen und Stromleitungen absetzen und für Schäden durch das große Gewicht sorgen." Alles erinnert an das Schneechaos im Münsterland im Jahr 2005. Die Wetterlage am Mittwoch und Donnerstag wird als sehr brisant eingestuft. Diplom-Meteorologe Jung betont weiter: "Ab Mittwoch geht die Post ab! Das kann regional wirklich ganz schön anstrengend und gefährlich werden. Betroffen sind besonders Nordrhein-Westfalen, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg." Der DWD gibt deshalb bereits jetzt Unwetterwarnungen heraus.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Mittwoch für die Regierungsbezirke Darmstadt, Gießen und Kassel eine amtliche Unwetter-Warnung wegen starken Schneefalls herausgegeben. Große Schneemengen von 15 bis 40 Zentimetern innerhalb von 24 Stunden werden in Mittel- und Westhessen sowie in der Taunusregion und Teilen des Rhein-Main-Gebietes erwartet. Größere Beeinträchtigungen im Straßen- und Schienenverkehr werden erwartet, und es wird empfohlen, Autofahrten zu vermeiden und nur mit Winterausrüstung zu fahren. Der DWD rät dazu, Aufenthalte im Freien und Fahrten möglichst zu vermeiden. Autofahrer sollten sich auf Sperrungen einstellen und "Decken und warme Getränke mitführen". Teresa Grimm vom DWD sagt gegenüber BILD: "Wir haben bereits Vorabinformationen herausgegeben zu gebietsweise starkem Schneefall mit teils Schneeverwehungen im Westen und in der Mitte und verbreiteter Glatteisgefahr in der Südhälfte."