Pläne für eine Tierwohlabgabe gab es bereits in der Großen Koalition von Angela Merkel (69, CDU). Eine Regierungskommission empfahl 2020, 40 Cent je Kilo Fleisch, zwei Cent je Liter Milch und 15 Cent auf Butter und Käse zu erheben. Experten schätzen, dass dies Einnahmen von 3,6 Milliarden Euro generieren würde. Das Geld sollte direkt an die Betriebe fließen, die es zweckgebunden für den tierfreundlichen Umbau der Ställe verwenden müssten. Auf einer Bauern-Demo in Ellwangen (Baden-Württemberg) hatte Özdemir letzte Woche vermieden, Summen zu nennen, betonte jedoch, dass die Verbraucher den höheren Fleischpreis kaum spüren würden, und dass das Geld direkt den Landwirten zugutekommen würde. In einem Podcast-Interview mit "The Pioneer" kritisierte Özdemir die Ampel-Koalition. Er habe von den Kürzungen für die Bauern nichts im Voraus gewusst, was seinen Ruf erheblich geschädigt habe. Er betonte, dass er nach der ersten Entscheidung deutlich gemacht habe, dass seine Arbeit keinen Sinn mache, wenn die Beschlüsse so bleiben.