Experten zufolge hat Russland bereits in der ersten Phase des Krieges viele seiner erfahrenen Luftlandetruppen verloren. Aktuell setzt Russland diese Truppen als Ausputzer an der Front oder sogar als primitive Sturmtruppen ein, was zu einem rapiden Verschleiß führt. Die Luftlandetruppen werden möglicherweise bald nicht mehr in der Lage sein, größere Angriffsoperationen in der Ukraine durchzuführen.
Putin und sein Kriegsminister Sergei Shoigu (68) müssen aber nicht nur bei den Fallschirmjägern, sondern auch bei der gesammten russischen Armee herbe Verluste hinnehmen. Laut dem britischen Verteidigungsministerium sterben pro Tag durchschnittlich 300 russische Soldaten. Dies könnte bedeuten, dass bis Ende 2024 rund 500.000 Russen im Kampf gegen die Ukraine sterben werden, sofern diese hohe Verlustrate beibehalten wird.
Analysten betonen, dass Russland den Angriffskrieg im Stil der Sowjetunion führt, indem Menschenmaterial einfach verbraucht wird. Trotzdem bleibt das Problem für die Ukraine bestehen, da Russland trotz der Verluste über beträchtliche menschliche Ressourcen verfügt und bereit ist, tausende Männer für territoriale Gewinne zu opfern. Putin setzt zudem Milliarden in die Rüstungsindustrie, was darauf hindeutet, dass der Krieg gegen die Ukraine trotz der schweren Verluste fortgesetzt wird.