Als die erste Ersatzkünstlerin nach circa zehn Minuten erscheint, ist es einigermaßen überraschend, denn die blonde Gisela Schneeberger ähnelt Hannelore Elsner eigentlich in nichts. Doch nach wenigen Sekunden weicht die Irritation, denn die Story fängt den Zuschauer schnell wieder ein. Nach circa 30 Minuten taucht Judy Winter auf. Iris Berben hat nach etwa 45 Minuten zwei Szenen. Und nach einer Stunde sind dann noch die Szenen mit Eva Mattes und Hannelore Hoger dran.
Es sind allesamt wichtige Szenen, die die vergiftete Mutter-Tochter-Beziehung deutlich machen. Doch die entscheidenden Szenen rund um Rose Justs Krebsdrama, also beim Arzt, im Krankenhaus oder das Probeliegen mit Metallicgrün lackierten Fingernägeln im Sarg spielte Hannelore Elsner selbst. Marlene Morreis erinnert sich: "Ich frage Hannelore, wie es ist, im Film zu sterben? 'Ach, ich bin schon so oft vor der Kamera gestorben. Das ist für mich nichts Ungewöhnliches. Es ist ja besser, im Film zu sterben als im echten Leben', sagt sie lachend."
Worum geht's im Abschiedsfilm?Nina Just (Marlene Morreis) ist Moderatorin bei einem Verkaufssender, aber sie kann machen, was sie will, die Anerkennung ihrer Mutter Rose (Hannelore Elsner) bekommt sie nie. Rose wohnt gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Werner (Günther Maria Halmer) in einem alten Bauernhaus vor den Toren Münchens. Als Rose erkrankt und eine Spenderniere braucht, stürzt Ninas Privatleben in ein einziges Chaos. Zwischen dramatischen Lügen und komischen Übersprungshandlungen entwickelt sich für Nina überraschenderweise eine Liebesgeschichte mit dem Pannenhelfer Mike (Matthias Kelle)...