Moskau – Der russische Präsident Wladimir Putin hat entschieden, dass die deutschen Unternehmen Wintershall Dea und die österreichische OMV ihre Anteile an Gasförderprojekten im Norden Russlands verlieren werden. Dies geht aus einem Präsidialerlass hervor, der von Putin unterzeichnet wurde. Die Beteiligungen der beiden Unternehmen an Gasfeldern in Russland sollen auf neu gegründete russische Gesellschaften übertragen werden. Ein Milliardendiebstahl!
Wintershall Dea äußerte sich kritisch zu diesem Schritt und erklärte, dass Russland kein verlässlicher Wirtschaftspartner mehr sei und in jeder Hinsicht unberechenbar erscheine. Der Kreml dagegen betonte, es gebe keine Beschlagnahmung von Vermögenswerten, sondern die Unternehmen könnten Vermögenswerte verkaufen oder transferieren, abhängig von den Verhandlungen. Diese Entscheidung ist Teil der Sanktionen und Dekrete, die als Reaktion auf den Angriff Russlands auf die Ukraine erlassen wurden. Viele westliche Unternehmen haben sich daraufhin aus Russland zurückgezogen, was zu erheblichen Verlusten auf beiden Seiten geführt hat. Die nun erlassenen Dekrete sehen vor, dass alle Aktivitäten mit russischer Beteiligung, einschließlich der Beteiligung von Wintershall Dea an der Gaspipeline Nord Stream und Gemeinschaftsunternehmen mit Gazprom, bis Mitte 2024 rechtlich getrennt werden sollen.