Über Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD): "Er ist sehr wortkarg. Wenn er am Ende liefert, macht das nichts. Wenn er aber nicht liefert, hat er durch seine Wortkargheit versäumt, genügend Entschuldigungen für sein Scheitern unters Volk zu bringen."
Über Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne): "Immer unterschiedlich, je nachdem, wozu er sich äußert. Bei Anne Will (...) fand ich ihn den besten Außenminister, den wir je hatten. Auch analytisch." Als Wirtschaftsminister hält er Habeck jedoch "für einen völligen Versager."
Über Finanzminister Christian Lindner (FDP): "Wenn er jetzt Kompromisse macht, die in der Durchführung der FDP oder der Regierung auf die Füße fallen, dann hat er verloren. Insofern ist das für ihn eine Art Endspiel."
Thilo Sarrazin äußert sich auch zu den Haushaltsfragen und betont, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, die Löcher im Bundeshaushalt zu stopfen. Er listet verschiedene Maßnahmen auf, darunter Änderungen bei Sozialleistungen, Renten, und Pflege. Abschließend wirft Sarrazin einen Blick auf die Union und prognostiziert, dass sich die CDU/CSU langfristig von der AfD tolerieren lassen muss, um einen Politikwechsel zu erreichen. Dabei betont er die Schwierigkeiten dieses Vorhabens, weist jedoch darauf hin, dass Minderheitsregierungen eine mögliche Lösung sein könnten.