Putin machte auch deutlich, warum er fest an einen militärischen Sieg gegen die Ukraine glaubt. "Heute produziert die Ukraine fast nichts mehr", sagte Putin über die Rüstungsproduktion. "Alles wird kostenlos geliefert, aber das kann irgendwann enden – offenbar ist es bereits dabei, zu enden ... aber der Westen wird weiterhin liefern." Putin glaubt jedoch offenbar nicht, dass dies ausreicht, um sich gegen Russlands Rüstungsmaschinerie zu verteidigen. Er hat seine Wirtschaft längst in den Kriegsmodus umgestellt und lässt Tag und Nacht Waffen und Militärgerät produzieren. Der Kreml-Diktator machte auch klar, dass er nicht nur die Ukraine zerstören, sondern auch russische Kinder zu fanatischen Kriegern erziehen will. Bei dieser Gehirnwäsche sollen die Veteranen der russischen Verbrecher-Armee assistieren.
Ein Soldat, der live von der Front zugeschaltet wurde, las eine Frage vor, während seine vermummten Kameraden ihn umringten. Nachdem er pflichtbewusst erklärt hatte, dass "unser Sieg in Sichtweite ist", wollte der russische Kämpfer wissen, ob es nicht eine "militärisch-patriotische" Jugendorganisation brauche, um junge Russen auf den Kriegsdienst vorzubereiten. Putin befürwortete die Idee ausdrücklich. "Die Ausbildung von Schülern ist sehr wichtig. Wir fangen schon damit an." Bereits über 1.000 Veteranen seien in russischen Schulen unterwegs, um Kindern vom vermeintlich glorreichen Kriegsalltag zu berichten. "Die beste Erziehung ist das persönliche Beispiel, wer könnte das besser als Sie?", sagte Putin. Dies bedeutet, dass russische Soldaten, die in der Ukraine Zivilisten ermorden und das Land verwüsten, zu Hause Schulkinder erziehen sollen. Putins Regime könnte sich jedoch nichts Besseres wünschen.