Zum Thema Gendern betont die AfD die Ablehnung einer Ideologie und spricht von staatlich geförderten Umerziehungsprogrammen. Die CDU befürwortet eine geschlechtergerechte Sprache, jedoch ohne Gender-Zwang, und betont die Vermeidung grammatikalisch falscher Gender-Sprache. In Bezug auf die Kernenergie spricht sich die AfD für eine Laufzeitverlängerung bestehender Kernkraftwerke aus und fordert die Wiederaufnahme der Forschung in diesem Bereich. Die CDU hält die Nutzung der Kernenergie als unverzichtbar, betont aber auch die Erforschung anderer Energieformen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass, obwohl die CDU einige Positionen übernommen hat, die bisher mit der AfD assoziiert wurden, signifikante Unterschiede in den Details bestehen. Der Plagiatsvorwurf von Weidel erscheint daher wenig fundiert. Die CDU scheint eher eine eigene Position zu entwickeln, die in einigen Punkten mit denen der AfD übereinstimmt, jedoch auch wichtige Unterschiede aufweist. Auch die CSU erhebt den Vorwurf von Plagiaten, obwohl es eher so aussieht, als ob Merz die Leitkultur-Position bereits im Jahr 2000 eingeführt hat. Weidels Versuch, die AfD als Urheber der CDU-Positionen darzustellen, wirkt daher wenig überzeugend.