In der Sonntagsfrage spiegelt sich die Unzufriedenheit der Wahlberechtigten wider. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die SPD nur auf 14 Prozent, was nochmal zwei Prozent weniger sind als im November. Die Grünen würden nur 15 Prozent der Stimmen erhalten, immerhin ein leichter Anstieg um ein Prozent. Die FDP würde unverändert nur vier Prozent der Wahlberechtigten gewinnen, was bedeutet, dass die Liberalen an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern und nicht in den Bundestag einziehen würden.
Auch die einzelnen Kabinettsmitglieder sehen sich überwiegend einem weiteren Sympathieverlust gegenüber. Nur Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) wird noch von jedem zweiten (52 Prozent) positiv bewertet. Ihm folgt Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) mit einem Zuspruch von 38 Prozent, ein Plus von drei Prozent. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) genießt nur noch einen Rückhalt von 30 Prozent, ein Plus von einem Prozent. Finanzminister Christian Lindner rutscht dagegen in der Gunst der Wähler um zwei Prozent auf 27 Prozent ab.