Kurz nach dem Rückzug aus dem internationalen Atomtestverbotsvertrag hat Russland eigenen Angaben zufolge eine Interkontinentalrakete getestet, die mit Atomsprengköpfen ausgerüstet werden kann. Das russische Verteidigungsministerium gab am Sonntag bekannt, dass eine Bulawa-Rakete im Weißen Meer von dem U-Boot "Imperator Alexander III" abgefeuert wurde und ihr Ziel auf der weit entfernten Kamtschatka-Halbinsel zur geplanten Zeit getroffen hat. Diese Raketen können ohne Probleme auch Deutschland erreichen!
Dieser Test markiert den ersten Einsatz einer Bulawa-Rakete seit über einem Jahr. Diese zwölf Meter langen Raketen, auch als SS-NX-30 bekannt, haben eine Reichweite von 8.000 Kilometern und sind ein zentrales Element der russischen Nuklearstrategie. Das strategische U-Boot "Imperator Alexander III", von dem aus dieser Test durchgeführt wurde, ist mit 16 Bulawa-Raketen ausgestattet, wie die russische Marine bestätigt. Seit Beginn des Ukraine-Konflikts im Februar 2022 hat der russische Präsident Wladimir Putin (71) mehrfach eine aus westlicher Sicht aggressive Rhetorik in Bezug auf Atomwaffen verwendet.