Der Gegenprotest fand symbolisch vor der geplanten Flüchtlingsunterkunft im selben Stadtteil statt. Die Teilnehmer wollten sich schützend vor das Heim stellen, da auf das bislang leer stehende Gebäude in letzter Zeit drei Anschläge verübt wurden. Nachdem Fensterscheiben eingeschlagen und eine Tür beschädigt worden waren, versuchte ein 25-jähriger Nachbar offenbar, das Gebäude in Brand zu setzen. Die Flammen erloschen jedoch, bevor größerer Schaden angerichtet werden konnte, und der Mann wurde festgenommen. Die "Freien Sachsen" werden vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch mit verfassungsfeindlichen Zielen eingestuft. Die Partei hat in der Vergangenheit wiederholt Gegner der Corona- und Asylpolitik zu Protesten mobilisiert.