Aktuelle Satellitenaufnahmen belegen auch, dass vermutlich dieselben Frachtcontainer nur wenige Wochen später in einem neu errichteten Waffendepot der russischen Invasionsarmee auftauchen, ganz in der Nähe der Grenze zur Ukraine. Die Denkfabrik "The Royal United Services Institute" (RUSI) konnte diese Container in der Stadt Tichorezk identifizieren, die etwa 200 Kilometer von der ukrainischen Grenze in der Region Krasnodar entfernt liegt. Dort haben Bagger seit August mehr als 100 neue Munitionsgruben ausgehoben und Schutzwälle errichtet, die im Falle einer Explosion oder eines ukrainischen Angriffs die Wirkung der Detonation abschwächen sollen. "Von hier aus könnten nordkoreanische Waffen und Munition zu Logistikdepots an der ukrainischen Grenze transportiert werden, um sie an die Fronteinheiten zu verteilen", schließen die Experten von "RUSI" daraus. Am Mittwoch besuchte der russische Außenminister Sergej Lawrow (73) Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang und äußerte die Wertschätzung für Nordkoreas grundsätzliche und unmissverständliche Hilfe. Ob Lawrow damit auch auf die Waffenlieferungen anspielt, bleibt unklar.
Kim und Putin unterstützen sich rhetorisch bereits seit Langem. BILD hatte bereits vor Wochen über Satellitenaufnahmen berichtet, die verdächtige Güterwaggons zeigen, die nordkoreanische Waffen für Russlands Ukraine-Feldzug transportieren könnten. Die mögliche Route dieser Güter wurde nun von der Denkfabrik "The Royal United Services Institute" (RUSI) veröffentlicht. Moskau sucht weltweit nach Munition für seine Streitkräfte, um die entschlossene ukrainische Gegenoffensive abzuwehren und selbst wieder in die Offensive zu gehen. Bisher hat laut "RUSI" nur der Iran auf Russlands Hilferuf reagiert und Munition, Drohnen und Waffen geliefert. Sollte Pjöngjang tatsächlich Hunderte Container Munition in den Westen Russlands liefern, zeigt dies erneut, welche Bedrohung das Regime von Kim Jong-un für die internationale Sicherheit darstellt.