Großteil der ostfriesischen Inseln öffnet wieder für Handwerker - Neue Regelung auf Inseln sehr umstritten - Wangerooge hält Alleingänge anderer Inseln für problematisch und bleibt dicht.
Die Wellen auf den ostfriesischen Nordseeinseln schlagen derzeit höher, als bei jeder Sturmflut: Ein Streit um die Erlaubnis, Handwerker in der Corona-Krise auf die Inseln pendeln lassen zu dürfen, erhitzt die Gemüter. Die Inselbewohner sind besonders in Sorge, da die ärztliche Versorgung nur äußerst eingeschränkt ist. Nachdem auf allen Inseln außer Borkum durch die verschiedenen zuständigen Landkreise zunächst ein Handwerker-Verbot ausgesprochen worden war, haben die Landkreise Wittmund und Aurich diese nun wieder aufgehoben - betroffen davon sind die Inseln Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog und Spiekeroog. Baltrum hatte als einzige ostfriesische Nordseeinsel keine Beschränkung erhalten. Die Insel Wangerooge - zugehörig zum Landkreis Friesland - bleibt hingegen standhaft wie ein Fels in der Brandung und argumentiert gegen die Maßnahmen der Nachbarinseln. Da die Handwerker täglich auf die Inseln pendeln, droht täglicher neuer Infektionseintrag. "Wenn die über Nacht hier bleiben würden, wäre es ok, aber so geht es nicht", erklärt Jürgen Fehners, ein Wangerooger Einheimischer.