Die Versenkung der Moskwa war in den ersten Kriegswochen ein psychologisch wichtiger Triumph für die ukrainischen Verteidiger. Sie hatte aber auch direkte Auswirkungen auf die russische Kriegsführung auf See: Die Moskwa schützte mit ihren Flugabwehrraketen vom Typ S-300 andere russische Kriegsschiffe, die ukrainische Städte mit Raketen bombardierten. Nach dem Verlust ihres Flaggschiffs musste die Schwarzmeerflotte ihre Strategie anpassen, und ihre Kriegsschiffe hielten nun mehr Abstand zur ukrainischen Küste. Nach dem Verlust der Moskwa wurde Admiral Igor Osipow des Kommandos über die Schwarzmeerflotte enthoben, und Admiral Wiktor Sokolow wurde zum neuen Befehlshaber ernannt. Die Moskwa war nicht der einzige Verlust der Schwarzmeerflotte. Erst vor zwei Wochen wurde das russische Jagd-U-Boot B-237 durch ukrainische Marschflugkörper so schwer beschädigt, dass eine Reparatur unwahrscheinlich ist.
Auch mehrere Landungsschiffe und Patrouillenboote wurden im Verlauf des Krieges zerstört oder schwer beschädigt. Für die russischen Streitkräfte ist dies besonders problematisch, da die verlorenen Kriegsschiffe nicht einfach durch Einheiten aus anderen Regionen ersetzt werden können. Der Zugang zum Schwarzen Meer ist derzeit für Kriegsschiffe gesperrt. Desweiteren sind die Reparaturarbeiten an beschädigten Schiffen gefährdet, da die ukrainischen Streitkräfte Überwasserdrohnen einsetzen, um die Schiffe in den Häfen anzugreifen. Die Schutzmaßnahmen der russischen Armee, darunter Netze, scheinen nur begrenzt erfolgreich zu sein.
Trotzdem verfügt die Schwarzmeerflotte immer noch über einige Lenkwaffenkreuzer und U-Boote, von denen aus unter anderem Marschflugkörper gegen Ziele in der Ukraine abgefeuert werden. Dies bestätigte auch das britische Verteidigungsministerium mit der Aussage: "Die Flotte bleibt mit ziemlicher Sicherheit weiterhin in der Lage, ihre Kernaufgaben im Krieg – Angriffe mit Marschflugkörpern und örtliche Sicherheitspatrouillen – zu erfüllen