Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass in dieser Woche weitere Stürme entstehen könnten. Diese Entwicklungen sind in den Wettermodellen nicht immer genau vorhersehbar, da es sich um ein sehr dynamisches Umfeld handelt. Meteorologen werden jedoch in dieser Woche besonders aufmerksam sein. Obwohl Orkan Agnes in Irland und Großbritannien Verkehrsprobleme und mögliche Verwüstungen verursachen wird, wird er wahrscheinlich nicht so verheerend sein wie der letzte große Orkan Zeynep im Februar 2022. Damals erreichte Zeynep in England im Tiefland neue Allzeit-Windrekordwerte. Auf der Isle of Wight wurden Geschwindigkeiten von 196 km/h gemessen. Agnes wird nicht so stark sein, da der Wind über Land durch die Reibung gebremst wird. Auch die Zugbahnen der Stürme unterscheiden sich. Orkan Agnes steuert auf Norwegen zu, während Zeynep im letzten Jahr halb Europa von Irland über Frankreich, die Niederlande und Deutschland bis nach Estland heimsuchte. Das wird diesmal nicht erwartet. Dennoch sollten wir das Wetter weiterhin im Auge behalten.
Stürme sind ein typisches Phänomen des Herbstes. Mit zunehmenden Temperaturunterschieden steigt die Sturmgefahr. Dies unterscheidet sich deutlich von Sommerwetter, bei dem Unwetter oft durch die Energie warmer bis heißer Luftmassen ausgelöst werden. Im Herbst, wenn kalte und warme Luftmassen aufeinandertreffen, entstehen häufig Stürme. Solange es in Deutschland für diese Jahreszeit zu warm bleibt, bleibt auch das Potenzial für Stürme bestehen. Glücklicherweise können wir noch mindestens eine Woche schönes Wetter erwarten.
In Großbritannien werden Stürme normalerweise nur benannt, wenn es sich um besonders große handelt. Die Stürme erhalten Namen in alphabetischer Reihenfolge, ähnlich wie bei uns. Mit dem Beginn der Herbstsaison bekommt der erste Orkan der Saison einen Namen mit "A", in diesem Fall Agnes.