Aufgrund der hohen Ausgaben hat der Kreml die Verwendung von Granaten reduziert. Während im Jahr 2022 noch 50.000 Granaten pro Tag eingesetzt wurden, sollen es nun nur noch 10.000 pro Tag sein. Infolgedessen hat der Kreml auch an verschiedenen Stellen gespart, insbesondere beim Personal. Die Kosten für Soldaten sind erheblich gesunken. Im Jahr 2022 erhielt ein Soldat noch 200 US-Dollar (187 Euro) pro Tag, während es aktuell etwa 120 US-Dollar (122 Euro) sind. Aufgrund des Rubelabfalls sind auch die Ausgaben für die Entschädigung von Militärangehörigen gesunken. Familien erhielten bisher eine Entschädigung von 110.000 US-Dollar für einen verstorbenen Soldaten, nun sind es etwa 65.000 US-Dollar. Die Zahlungen für Verwundete wurden ebenfalls reduziert, von 45.000 US-Dollar (42.210 Euro) auf 27.000 US-Dollar (25.320 Euro). Trotz der geringeren Zahlungen sind die Gesamtausgaben in diesem Bereich deutlich gestiegen. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte berichtet von einer deutlich höheren Zahl russischer Opfer in den letzten Monaten. Im Haushalt für das Jahr 2023 belaufen sich die Militärausgaben auf etwa 33 Prozent der Gesamtausgaben von 69 Billionen Rubel. Es wurde berichtet, dass Russland seine Waffen- und Munitionsvorräte aufbrauchen möchte, aber der Kreml investiert vermehrt in die Rüstungsindustrie.