Scholz war der letzte Redner in der etwa dreistündigen Sitzung des Sicherheitsrats. Sowohl der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj als auch der russische Außenminister Sergej Lawrow waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr anwesend.
Der Kanzler warf Russland auch vor, dem Weltmarkt bewusst Millionen Tonnen Getreide und Düngemittel entzogen zu haben, die von Ländern auf der ganzen Welt benötigt werden. "Russland zielt bewusst auf Getreidesilos und Hafeninfrastruktur. Und Russland hat einseitig die Schwarzmeer-Getreide-Initiative aufgekündigt und so die Armut und Ernährungsunsicherheit weltweit verschärft." Scholz warnte auch vor einer Scheinlösung des Konflikts und betonte, dass Frieden ohne Freiheit Unterdrückung sei und Frieden ohne Gerechtigkeit ein Diktat. Er rief dazu auf, sich entschlossen für einen gerechten Frieden einzusetzen und sich vereint gegen die russische Aggression zu stellen, um den Krieg früher zu beenden.