"Unter Verdacht": Senta Berger über Souvenirs und Abschiedstränen

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"Unter Verdacht": Senta Berger über Souvenirs und Abschiedstränen

Stars (1 / 1) 26.03.2021 00:33 / Peter Symbolbild ZDF / Wolfgang Aichholzer


Letzter Krimi am Samstag

Mit dem Film "Unter Verdacht - Evas letzter Gang" (28.3., 20:15 Uhr, ZDF) verabschiedet sich die Krimireihe nach rund 20 Jahren von ihren Zuschauern. Im letzten Fall wird der erste von 2002 noch einmal aufgegriffen. Hauptdarstellerin Senta Berger (78, "Willkommen bei den Hartmanns") erklärt im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news, ob man den Auftaktfall kennen sollte. Die Schauspielerin erzählt aber auch, wie der letzte Drehtag gefeiert wurde und welches Souvenir sie mitgenommen hat. Außerdem verrät sie, welcher Kuchen ihr privat immer gelingt - im Film kauft sie lieber einen vom Konditor.

Die letzte Folge von "Unter Verdacht" läuft am 28. März. Wie fühlen Sie sich bei dem Gedanken daran?

Senta Berger: Ach, da ist schon ein bisschen Wehmut in meinen Gedanken. Aber das kann ja auch gar nicht anders sein nach 20 Jahren Zusammenarbeit mit den Kollegen und unserem Team. Der harte Kern ist ja fast durchgehend gleichgeblieben. Das ist schon ein Abschied, auch von Menschen. Natürlich werden wir uns wiedersehen, aber der Zusammenhalt während einer Arbeitsphase ist so intensiv und anders als im Alltag, wenn man sich hin und wieder sieht. Das bedaure ich.

War es die richtige Entscheidung, jetzt aufzuhören?

Berger: Ja, das war die richtige Entscheidung, auch weil sie von uns kam und nicht von der Redaktion, dem Sender oder gar dem Publikum. Ich habe irgendwann ein mögliches Ende der Reihe ins Spiel gebracht und das dann mit meinen beiden Schauspielkollegen Gerd Anthoff und Rudolf Krause diskutiert. Auch sie fanden den Zeitpunkt richtig. Uns ist lieber, dass "Unter Verdacht" noch eine Weile vermisst wird, als dass sich die Zuschauer abwenden, weil sie genug haben.

Haben Sie sich den Film schon angesehen? Wie gefällt er Ihnen?

Berger: Ich habe den Film bereits auf Arte gesehen. Es ist schwierig, sich selber zu sehen und zu beurteilen, Geschichte und Machart kann ich aber gut beurteilen. Und ich finde, es ist wirklich eine geglückte Arbeit. Arte hat der Film bei der Ausstrahlung die höchste Zuschauerquote gebracht, die der Sender jemals hatte: Weit über eine Million haben eingeschaltet. Das hat mich gefreut, auch wenn es heutzutage natürlich nicht mehr nur um die Quote geht.

Schauen Sie sich Ihre Filme mit Ihrem Mann oder Ihrem Sohn, also mit Profis an, oder machen Sie das lieber allein? Gibt es da ein Ritual?

Berger: Ich teile das schon gern mit meinem Mann. Meine Söhne interessieren sich auch für meine Arbeit; mit Simon habe ich ja schon zusammengearbeitet und Luca hat in jüngeren Jahren ein paarmal meinen Sohn gespielt. Wir haben da schon einen gemeinsamen Nenner. Aber natürlich haben sie ihre eigenen Familien und kommen nicht zum Fernsehen zu uns. Bei uns gibt es da kein Ritual oder ähnliches. Das liegt aber auch daran, dass der Beruf Alltag für unsere Familie ist. Unsere Kinder sind damit aufgewachsen, für sie ist es ganz normal und nichts Besonderes.

Wie war denn der letzte Drehtag? Wurde danach gefeiert?

Berger: Am letzten Drehtag hatte jeder der drei Hauptdarsteller - Gerd Anthoff als Dr. Claus Reiter, Rudolf Krause als André Langner und ich als Dr. Eva Maria Prohacek - eine Solo-Szene. Meine letzte Szene war ein Telefonat. Als die für mein Empfinden gut im Kasten war, sagte der Regisseur wider Erwarten: "Senta, mach es nochmal! Ändere gar nichts, mach es nur einfach bitte nochmal!" Dann habe ich den Telefonhörer genommen und aus dem Fenster in den Hof geschaut und plötzlich habe ich gesehen, wie das ganze Team hereinkam. Alle hatten ein kleines Champagnerfläschchen in der Hand und haben gleichzeitig den Korken gezogen. Der Champagner sprudelte heraus wie bei den Rennfahrern. Dann haben wir angestoßen und uns umarmt.