Bruce Willis: Vom gemobbten Stotterer zum gefeierten Actionhelden

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Bruce Willis: Vom gemobbten Stotterer zum gefeierten Actionhelden

Stars (1 / 1) 20.03.2021 00:33 / Tim Symbolbild Admedia / ImageCollect.com


Hollywood-Star wird 65

Er hat die Welt schon vor einem Asteroiden gerettet, ist durch die Zeit gereist, knallte John Travolta (66) auf dem Lokus über den Haufen und starb bis dato fünf Mal langsam: Bruce Willis (65) ist seit Jahrzehnten ein Urgestein der Leinwand. Ein Mann, der aus seiner größten Schwäche eine Tugend machte, weit vielschichtiger ist, als es sein Action-Lebenslauf der vergangenen Jahre andeutet, und auch mit seinen nunmehr 65 Jahren nimmermüde das inzwischen haarlose Haupt in die Kameras großer Blockbuster hält. Und das trotz Renteneintrittsalter hoffentlich noch viele Jahre lang.

Ein stottriger Start

Die beeindruckende Karriere des heutigen Geburtstagskindes fand in einem Kaff in Deutschland seinen Ursprung. Es war das Jahr 1955 im beschaulichen Örtchen Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz. Als am 19. März der US-Soldat David Willis und seine Frau Marlene Eltern wurden, ahnte noch keiner, welch außergewöhnliche Karriere ihrem Söhnchen Bruce beschienen sein würde. Doch an seine Zeit in Deutschland kann sich Willis nicht erinnern, mit acht Monaten wird die USA, genauer gesagt New Jersey, seine Heimat.

Dass der Welt einer der bis heute größten Action-Darsteller geschenkt wurde, verdanken Fans der rabiaten Streifen ausgerechnet einer großen Schwäche von Willis: Als Kind und Jugendlicher im Alter von 9 bis 17 hatte er mit starkem Stottern zu kämpfen. Erst als er das Schauspiel für sich entdeckte, sollte sich das ändern - auf der Theaterbühne war das Stottern wie weggeblasen. In einer rührenden Rede für das American Institute for Stuttering erinnerte er sich 2016 an dieses "Wunder" zurück - aber auch an die vielen Jahre des Mobbings, die er als Kind durchleben musste.

Bezüglich des Schauspiels war ihm als Jugendlicher jedenfalls schlagartig klar: "Das ist es, ich bin zu Hause. Das ist, was ich machen möchte." Das Talent war entdeckt, doch dessen Förderung kostete Geld. Weil seine Eltern nicht unbedingt finanziell gesegnet waren, musste Willis für seinen Traum hart schuften. Er arbeitete so lange als Sicherheitskraft für eine Chemiefabrik, bis er sich den Schauspielunterricht am Montclair State College leisten konnte.

Vom Romantiker zur Ein-Mann-Armee

Ertönt der Name Bruce Willis, denkt der geneigte Cineast zuerst an knallhartes Testosteron-Kino, am besten im blutgetränkten Feinripp-Unterhemd. Dabei war er am Anfang seiner Karriere ein regelrechter Softie und Frauenschwarm. Als der Ruhm noch nicht erreicht und das Haupthaar noch voll war, spielte er überwiegend in romantischen Komödien, so etwa in "Blind Date - Verabredung mit einer Unbekannten" (1987), in der er wild mit Kim Basinger (66) turtelte.