In dem Interview erklärt er: "Ich studiere BWL und Management. Es ist ein breites Feld, aber ich habe klare Vorstellungen und möchte in Zukunft eine eigene Wohltätigkeitsorganisation gründen." Und am liebsten möchte er dies im Zusammenspiel mit seinem Vater tun.
Alexandre sagt: "Die Freunde meiner älteren Brüder, deren Eltern Unternehmer sind, arbeiten alle mit ihren Vätern oder ihrer Familie zusammen und sind sehr glücklich darüber. Daher habe ich diesbezüglich keine Bedenken." Was die Wohltätigkeitsarbeit betrifft, schwebt ihm vor: "Humanismus spricht mich an. Durch meine Ausbildung habe ich gelernt, meinen Mitmenschen zu helfen, wenn sie es brauchen. Klima- und Umweltfragen beschäftigen mich wie alle jungen Menschen im 21. Jahrhundert. Wir müssen die Natur schützen, um ihre Schönheit für die kommenden Generationen zu bewahren." Wie die streng katholische Fürstenfamilie wurde auch Alexandre im Glauben erzogen: "Ich gehe seit meiner Kindheit jeden Sonntag zur Messe. Gott ist und bleibt mein Zeuge. Ich werde immer beten und um seinen Schutz bitten."
Der katholische Glaube ist eine Grundvoraussetzung für eine dynastische Rolle! Alexandre beschreibt seine Ausbildung als "modern und anspruchsvoll". Allerdings wird Alexandre die Angelegenheiten im Hause Grimaldi derzeit nicht beeinflussen können. Obwohl er Alberts erstgeborener Sohn ist, berücksichtigt die monegassische Erbfolge nur ehelich geborene Kinder. Doch der Fürst könnte diese Regel - und somit die Erbfolge - ändern! Als Staatsoberhaupt hat er nahezu uneingeschränkte Befugnisse. Immerhin: Wenn er seinen Erbprinzen Jacques tatsächlich aus dem goldenen Käfig entlässt und ihm erlaubt, einen Großteil seiner Zeit mit seiner Mutter in der Schweiz zu verbringen, könnte im Palast eine Lücke entstehen. Alberts Schwester Caroline (66), die als Strippenzieherin im Hintergrund gilt, soll die labile Charlène und ihre Kinder schon immer für ungeeignet gehalten haben, sich an der Spitze von Monacos Macht zu behaupten. Zweifellos würde sie die Schritte des Fürsten unterstützen. Nicole Coste spekuliert in "Point de Vue" über Alexandres Schicksal: "Es ist eine Zeit des wichtigen Wandels. Worin besteht der Sinn, wenn man 20 Jahre alt ist? Wir wollen erobern." Könnte es in Monaco nun sogar zu einer königlichen Revolution kommen?