Diejenigen, die durch Fotos nachwiesen, was sie getan hatten, sollen für zusätzliche Aufgaben rekrutiert worden sein. Dazu gehörte das Sammeln von Berichten und Fotos von Bahnhöfen, Flugplätzen und Seehäfen im ganzen Polen, die sie über tote Briefkästen erhielten. Laut den polnischen Ermittlern erging im März dann die Anweisung, Züge mit Waffen, die in die Ukraine geliefert werden sollten, zum Entgleisen zu bringen. Die polnischen Beamten gehen davon aus, dass der russische Geheimdienst GRU hinter diesen Aktionen steckt. Berichten zufolge zielte Russland darauf ab, die Waffenlieferungen für die Ukraine, die größtenteils durch Polen verlaufen, zu unterbrechen.
Der Fall ist auch politisch heikel für Warschau, betont die "Washington Post", da sich unter den Festgenommenen neben Russen und Belarussen auch zwölf ukrainische Flüchtlinge befanden. Die Beamten betonten, dass diese Flüchtlinge zwar größtenteils aus der Ostukraine stammten, aber anscheinend mehr vom angebotenen Geld als von einer pro-russischen Einstellung motiviert waren.