Eilmeldung! Gift-Anschlag in Deutschland! Russische Exil-Journalistin vorsätzlich vergiftet?

Seite 2 / 2

Eilmeldung! Gift-Anschlag in Deutschland! Russische Exil-Journalistin vorsätzlich vergiftet?

News (2 / 1) 18.07.2024 04:36 / Frank Symbolbild imago


Das Essen war für sie nicht genießbar, daher aß sie die Portion nicht auf. Auf dem Weg zum Bahnhof bemerkte ihre Freundin, dass sie unangenehm roch, und empfahl ihr ein Deo. Im Zug konnte sich Kostjutschenko, die an einem Buch arbeitete, kaum konzentrieren. Als sie in Berlin ankam, wurde es schlimmer. Zunächst dachte sie an mögliche Spätfolgen von Corona. Nach zehn Tagen konsultierte sie einen Arzt in Berlin. Untersuchungen bei verschiedenen Ärzten folgten. Ihre Leberwerte waren auffällig erhöht, es wurde Blut im Urin festgestellt. Hepatitis und andere Krankheiten wurden ausgeschlossen. Schließlich keimte der Verdacht auf Vergiftung auf. Im Dezember ging sie zur Polizei, wo sie mehrere Stunden lang befragt wurde. Ein Ermittler sagte ihr, dass es nach so langer Zeit schwer sei, noch etwas nachzuweisen. Der Fall wird laut "The Insider" von dem Mann betreut, der auch mit dem Tiergarten-Mord befasst war. Bislang ergaben Labortests keine Ergebnisse. Im Mai dieses Jahres wurde das Verfahren zunächst eingestellt, wie die Staatsanwaltschaft Berlin bestätigte. Der Grund dafür war, dass aus den Ermittlungen keine Hinweise darauf hervorgegangen waren, dass versucht wurde, Kostjutschenko in München zu vergiften oder anderweitig umzubringen.

Polizei nimmt Ermittlungen wieder auf

Jedoch wurden die Ermittlungen im Juli wieder aufgenommen, um weitere Gegenstände zu untersuchen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte wegen der laufenden Ermittlungen keinen ersten Verdacht mitteilen. Der Kreml schreckt offenbar nicht davor zurück, unliebsame Personen anzugreifen oder zu töten, wie mehrere Anschläge nahelegen, bei denen zumindest der Verdacht besteht, dass sie staatlich angeordnet sein könnten. Dazu gehört der vergiftete Oppositionspolitiker Alexej Nawalny, der nur knapp überlebte, sowie der Mord im Berliner Tiergarten, bei dem von russischem "Staatsterrorismus" die Rede war. Der lange Arm des Kremls reicht offenbar auch in andere Länder, wie der Giftanschlag auf den Überläufer des russischen Geheimdienstes Sergej Skripal in Großbritannien zeigt. Jelena Kostjutschenko kämpft noch immer mit den mutmaßlichen Vergiftungsfolgen. Sie kann sich derzeit nur maximal drei Stunden am Tag konzentrieren. In einem Instagram-Beitrag richtet sie sich an Kollegen, Freundinnen und Aktivisten und fordert sie auf, sich ärztlich untersuchen zu lassen, wenn sie sich plötzlich krank fühlen und nicht ausschließen können, vergiftet worden zu sein.