Die stellvertretende ukrainische Verteidigungsministerin Hanna Maliar berichtete ihrerseits von Fortschritten in der Gegenoffensive an der südlichen Saporischschja- und südöstlichen Donezk-Front. Sie erwähnte Erfolge bei Urozhaine und der angrenzenden Stadt Staromayorske. Maliar erklärte, dass der Feind ständige, erfolglose Versuche unternommen habe, die verlorene Position im Bezirk Staromayorske zurückzuerobern. Sie betonte ebenfalls, dass die Kämpfe um die Stadt Bachmut, die lange Zeit ein Zentrum der Auseinandersetzungen war, weitergehen. Im Nordosten, in den Regionen Charkiw und Luhansk, hat Russland eine Angriffstruppe gebündelt, die offenbar dazu dienen soll, die Aufmerksamkeit und Ressourcen von der ukrainischen Offensive im Süden abzulenken. Maliar erwähnte, dass der Feind im Osten seine Offensivaktionen fortsetzt, jedoch der Beschuss und der Einsatz von Munition durch den Feind rückläufig sind. Dennoch bedeute dies nicht, dass der Feind von seinen Plänen abrückt.
Die Lage in den Schlachtgebieten bei Kupjansk und Lyman beschrieb Maliar als schwierig. Sie erklärte, dass der Feind ständige Angriffe durchführe, die von den ukrainischen Truppen abgewehrt werden. In der Region Kupjansk suchen die russischen Truppen nach Schwachstellen in den Verteidigungsstellungen der Ukraine entlang der Grenze zwischen den beiden Ländern.