Wagner-Söldner rücken vor! Nervosität bei der NATO - sie sollen die Schwachstelle des Bündnisses unter Druck setzen

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Wagner-Söldner rücken vor! Nervosität bei der NATO - sie sollen die Schwachstelle des Bündnisses unter Druck setzen

News (2 / 1) 18.07.2024 02:51 / Peter Symbolbild imago


In Anbetracht der Spannungen mit Belarus haben Morawiecki und der litauische Staatschef Gitanas Nauseda (59) eine stärkere Sicherung der Grenzen angekündigt. Sie trafen sich letzte Woche in Suwalki, dem polnischen Grenzort, nach dem die Lücke benannt ist. Morawiecki erklärte, man verteidige die polnische Grenze gegen Provokationen des belarussischen Diktators Alexander Lukaschenko (68) und der russischen Privatarmee Wagner. Nauseda schloss nicht aus, dass Polen, Litauen und Lettland koordiniert ihre Grenzen zu Belarus schließen könnten. Zwei Tage vor dem Treffen verletzten zwei belarussische Militärhubschrauber den polnischen Luftraum. Morawiecki äußerte sich dazu: "Diese Provokationen werden sich wiederholen, daran habe ich keinen Zweifel." Polen plant, seine Bürger durch die Entsendung zusätzlicher Soldaten, Grenzschützer und Polizisten sowie durch den weiteren Ausbau der Grenzbefestigungen zu schützen. Der polnische Grenzschutz beantragte zusätzlich 1.000 Soldaten beim Verteidigungsministerium, da es vermehrt Versuche gebe, die Grenze illegal zu überqueren. Nauseda schätzte die Anzahl der Wagner-Kämpfer in Belarus auf bisher 4.000. Diese Zahl könnte jedoch schon bald auf bis zu 10.000 bewaffnete Kämpfer ansteigen.

Experten befürchten Einsatz der Wagner-Söldner gegen die NATO

"Es ist klar, dass es für Wladimir Putin und Alexander Lukaschenko eine zu große Versuchung wäre, ihre Präsenz in der unmittelbaren Nachbarschaft nicht für mögliche Provokationen gegen die NATO-Staaten zu nutzen", so Nauseda. Die Aufgabe der verlegten Kämpfer in Belarus bleibt unklar, erklärte zuletzt auch Stanislaw Zaryn, Sprecher des polnischen Geheimdienstkoordinators. "Aber wir müssen uns darauf vorbereiten, dass sie gegen Polen eingesetzt werden könnten."

Die Suwalki-Lücke wäre für einen russischen Angriff auf das Baltikum so entscheidend, dass die ruhige, ländliche Region bereits als "der gefährlichste Ort der Welt" bezeichnet wurde.