Wagner-Söldner rücken vor! Nervosität bei der NATO - sie sollen die Schwachstelle des Bündnisses unter Druck setzen

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Wagner-Söldner rücken vor! Nervosität bei der NATO - sie sollen die Schwachstelle des Bündnisses unter Druck setzen

News (1 / 1) 18.07.2024 02:51 / Peter Symbolbild imago


Seit dem fehlgeschlagenen Putschversuch der Wagner-Söldner in Russland haben Tausende dieser Kämpfer ins Exil nach Belarus gefunden – eine Bedrohung direkt an der Grenze zur NATO! Nach Angaben des polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki (55) sind "mehr als hundert Söldner der Wagner-Gruppe in Richtung der Suwalki-Lücke vorgerückt, unweit von Hrodna in Belarus."

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Diese Entwicklung macht die Lage an der Grenze noch besorgniserregender, wie Morawiecki warnt. Denn Hrodna liegt lediglich rund 15 Kilometer von Polen, einem Mitgliedsstaat der NATO, entfernt. Die Suwalki-Lücke ist ein Korridor auf polnischem und litauischem Gebiet zwischen Belarus und der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad. Seit der Unabhängigkeit Litauens im Jahr 1991 hat Kaliningrad keine direkte Landverbindung mehr nach Russland. Die gut ausgerüstete Exklave sowie das von Kreml-Führer Wladimir Putin (70) abhängige Belarus liegen lediglich 104 Kilometer voneinander entfernt. Im Ernstfall könnte Russland durch die Einnahme dieses Gebiets die baltischen Staaten vom restlichen Gebiet der NATO und der EU abschneiden. Daher gilt die Suwalki-Lücke als Schwachstelle im NATO-Bündnis. "Seit dem Beitritt der drei baltischen Staaten zur NATO im Jahr 2004 ist die Suwalki-Lücke die Achillesferse des westlichen Verteidigungsbündnisses", erklärt Osteuropa-Experte Prof. Dr. Klaus Gestwa (60) gegenüber dem "Merkur". Der Kreml habe bis 2022 in Übungen trainiert, wie dieser Korridor geschlossen werden könne. Simulationen auf westlicher Seite hätten gezeigt, dass es für die NATO schwierig sein würde, einer russischen Aggression entschieden entgegenzutreten. Daher habe das westliche Verteidigungsbündnis kürzlich seine Truppen im Baltikum verstärkt.

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