Dammbruch nach schweren Unwettern! Über 500 Menschen evakuiert nach tagelangem Regen!

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Dammbruch nach schweren Unwettern! Über 500 Menschen evakuiert nach tagelangem Regen!

News (2 / 1) 18.07.2024 02:11 / Tim Symbolbild imago


Mehrere Dörfer waren seit Freitag von der Außenwelt abgeschnitten. Einige Bewohner wurden per Hubschrauber mit Trinkwasser und Lebensmitteln versorgt, während Soldaten versuchten, zu Fuß in diese Orte zu gelangen. In der Gemeinde Ljubno ob Savinji an der österreichischen Grenze wurden vier Häuser durch Erdrutsche zerstört. An anderen Orten stürzten Brücken ein, Straßen und Bahngleise standen unter Wasser. Der Katastrophenschutz meldete am Samstag landesweit mehr als 3.700 Einsätze innerhalb von 36 Stunden. Menschen wurden gerettet, die sich auf Bäumen oder Hausdächern in Sicherheit gebracht hatten. Die Regierung schätzt den Gesamtschaden voraussichtlich auf über 500 Millionen Euro. Die deutsche EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sicherte Slowenien Hilfe zu. Die Schäden in dem Adriastaat seien "zutiefst erschütternd", twitterte sie. Slowenien plant, EU-Hilfe zu beantragen.

Der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, Janez Lenarčič, beriet am Samstag mit der Regierung in Ljubljana. Er nannte die drei Hauptfonds der EU, bei denen Slowenien Hilfe beantragen könne: den europäischen Mechanismus für Katastrophenschutz, den europäischen Solidaritätsfonds sowie die europäische Krisenreserve für die Landwirtschaft.

Große Teile Sloweniens von Hochwasser betroffen

Laut Ministerpräsident Robert Golob sind zwei Drittel des Landes von Hochwasser betroffen. Dies stellt die schwerwiegendste Schädigung durch eine Naturkatastrophe in Slowenien seit über drei Jahrzehnten dar. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben. Die Polizei prüft, ob ein Zusammenhang zwischen den Todesfällen und dem Unwetter besteht. Entgegen erster Befürchtungen blieb das südliche Nachbarland Kroatien am Samstag größeren Überschwemmungen in bewohnten Gebieten bis zum Abend verschont. Eine vollständige Entwarnung wurde jedoch nicht gegeben. Kroatiens Behörden hatten mit Deichen aus Sandsäcken und teilweiser Ableitung von Flusswasser aufgrund der erwarteten Flutwelle aus dem nördlichen Nachbarland Slowenien vorgesorgt. In Österreich blieb die Lage angespannt. In den südlichen Bundesländern Kärnten und Steiermark drohten nach neuen heftigen Regenfällen weitere Überschwemmungen. Mehr als 2.500 Feuerwehrleute waren in jedem der Bundesländer im Einsatz, dazu Dutzende Soldaten. Aufgrund von Überschwemmungen waren Autobahnen und Ausweichstraßen teilweise gesperrt, was zu Staus auf den wichtigsten Transitstrecken Richtung Kroatien führte.