Der ehemalige Oberbefehlshaber der US-Armee in Europa, Ben Hodges, äußert die Möglichkeit eines Erfolgs der ukrainischen Offensive. Er betont, dass die Gegenoffensive noch nicht gescheitert sei, jedoch nicht so rasch vorangeschritten sei, wie erhofft. Hodges kritisiert Europa dabei scharf, dass der Westen den Ukrainern nicht die erforderlichen Waffen geliefert habe, um angemessen zu kämpfen. Hier die Einschätzung des hochrangigen Befehlshabers:
Die Ukraine fehle es an bedeutenden Luftstreitkräften und Kurzstrecken-Präzisionswaffen. Der General unterstreicht, dass solche Waffen notwendig wären, um beispielsweise russische Verteidigungsanlagen zu bewältigen. Die fehlende Unterstützung des Westens habe auch dazu geführt, dass die erwarteten Fortschritte im südlichen Gebiet bisher ausgeblieben sind. Hodges bemängelt, dass der Westen, vor allem die USA und Deutschland, nie das Ziel eines ukrainischen Sieges festgelegt hätten, weshalb die Unterstützung unzureichend sei. Er hebt hervor, dass Kurzstreckenraketen von entscheidender Bedeutung wären, um Stützpunkte und logistische Knotenpunkte anzugreifen und die Krim für die russische Marine unhaltbar zu machen. Die Vorstöße der Ukrainer seien durch die Präsenz vieler Landminen erschwert, und russische Artilleriebeschüsse würden die Räumung der Minen zusätzlich gefährlich machen.