Kämpfe direkt an der NATO-Grenze! Russland bombardiert Ziele wenige hundert Meter vor NATO-Gebiet

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Kämpfe direkt an der NATO-Grenze! Russland bombardiert Ziele wenige hundert Meter vor NATO-Gebiet

News (2 / 1) 18.07.2024 01:09 / Frank Symbolbild imago


Die Angriffe Russlands zielen seit einer Woche auf die Zerstörung von Infrastruktur ab, die für den ukrainischen Getreideexport benötigt wird. Der Politikwissenschaftler Armand Gosu von der Universität Bukarest vermutet, dass es Putins "Rache" dafür ist, dass bestimmte Sanktionen gegen Russland nicht aufgehoben werden. Das Ziel des 70-jährigen Kremlchefs sei es, die Getreideexporte der Ukraine lahmzulegen. Wie gefährlich solche Attacken für Nachbarländer werden können, hat sich bereits mehrfach seit Kriegsbeginn gezeigt. Russische Raketen flogen durch den rumänischen Luftraum, Raketentrümmer landeten in der Republik Moldau und eine russische Rakete landete in einem Wald in Polen. Der Unterschied zur aktuellen Situation besteht darin, dass Russland bewusst ein ziviles Ziel in der Ukraine angegriffen hat, das so nah an der NATO-Außengrenze liegt. Das Gebiet verfügt nicht über wichtige militärische Infrastruktur.

Russland will Getreide-Export der Ukraine zum Erliegen bringen

Der Politikwissenschaftler Armand Gosu erklärte, dass über die Donauhäfen nur ein sehr geringer Teil des ukrainischen Getreides exportiert wird. Das Risiko beim Angriff auf Reni war somit größer als der Nutzen. Putin wollte damit vor allem eines zeigen: Dass ihm die Nähe zum NATO-Gebiet "egal" ist. Darüber hinaus zielte Putin darauf ab, die Unentschlossenheit der NATO hervorzuheben. Offenbar, um eine Eskalation zu vermeiden, verurteilte der NATO-Ukraine-Rat den "Moskaus zynischen Drohnenangriff auf das ukrainische Getreidelager in der Donauhafenstadt Reni" lediglich "aufs Schärfste."